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Die Story der
Entstehung von der "Panolution"
Durch unseren Messestand auf der ama Stuttgart wurde Bernhard
auf uns aufmerksam. Ein paar Wochen später
besuchte er uns und teilte uns seine Wünsche bezüglich
eines Bikes mit. Bernhard ist ein Liebhaber von alten
Fahrzeugen. Gleichzeitig will er aber auf eine Zuverlässigkeit
nicht verzichten. Also stellte er sich ein Bike vor,
daß zuverlässig fährt aber einer alten Optik
entspricht. Bernhard verglich sich nach dem Motto "er ist
auch schon
etwas älter und trotzdem fit". Resultierend darauf
kam nur ein Neuaufbau mit Evomotor mit alter Optik in Frage.
Bernhard und wir legten darauf hinaus den Grundaufbau (Springergabel,
Motor, Getriebe etc.) fest. Die weiteren
Teile wurden offengelassen, da sich Teile aus der Entwicklung
des Bikeaufbaues ergeben würden. Bernhard hat
uns bei diesen Teilen freie Hand gelassen, vertraute unserem
Geschmack und war auch schnell überzeugbar.
Damit sich die
Panolution entwickeln konnte, bauten wir sie erst einmal als
Rohbau auf ohne Lackierung, um
eventuelle Sonderanfertigungen oder Abänderungen durchführen
zu können.
Um eine filigrane Form zu erhalten, haben wir den Santee-Rahmen
mit einem 4,2 Gal. Alutank verwendet. Es
war klar, daß wir den Rahmen im Lenkkopfbereich bearbeiten
mußten, da sonst vor dem Tank ein großes Loch
entstehen würde. Der Motor (Innenleben 1340er Evo Original)
wurde von uns aus Einzelteilen zusammengebaut.
Feinwuchten der Kurbelwelle etc. wurden selbstverständlich
durchgeführt. Nach der Modifizierung wurde die
Panolution als Rolling Chassie (Rahmen, Räder, Motor, Getriebe,
Primär, Gabel und Tank) aufgebaut. Jetzt
wurde der Front- u. Heckfender festgelegt. Um eine runde fließende
Optik zu erhalten, waren wir der Auffassung,
daß nur ein rundes Heckteil in Frage kommen könnte.
Also wurde ein rundes Metallheckteil und ein dazu-
passender Frontfender von uns entworfen und hergestellt. Danach
wurden alle restlichen Teile festgelegt. Hierbei
kamen einige Probleme auf. Es werden auf dem Markt ein Haufen
verschiedene Auspuffanlagen angeboten.
Wir wollten auf jeden Fall Töpfe mit ABE, hatten aber das
Problem, daß durch das Pan-Gehäuse die gängigen
Auspuffanlagen nicht vorbei passen. Aus diesem Grunde haben wir
eine Krümmeranlage von Ness verwendet
und die ABE-Endtöpfe von Vance&Hines. Die Auspuffhalterung
wurde von uns angefertigt. Um der alten Ansicht
genüge zu tun, haben wir anstelle der Lichtmaschine den
Ölfilter montiert. Wir mußten auch hierfür einen
speziellen Halter herstellen. Jetzt kamen die Fragen, wohin mit
dem Tacho und dem Zündschloß. Am Lenker
oder auf dem Tank, würde die Optik verschlechtern. Also
wurde der Tacho an die Seite gelegt und das Zündschloß
zu den Zündspulen. Der Lenker wurde unter dem Gesichtspunkt
alte Optik und Sitzposition von Bernhard aus-
gesucht. Nachdem die Panolution im Rohzustand fast komplett zusammengebaut
war, wurde diese wieder
auseinander gerissen, lackiert und wieder zusammen gesteckt.
Auch bei der Farbe wurde viel nachgedacht, um
eine passende alte Farbe zu finden. Damit auch alles paßt
wurde ein Ledersitz angefertigt, bei dem das Leder zu
der Lackierung paßt. Das bei der Panolution Räder
mit neuer Optik eingebaut wurden, finden wir nicht störend,
sondern eher interessant.
Als Bernhard
die Panolution das erste Mal im fertigen Zustand gesehen hat,
war er sichtlich begeistert. Wir
erhalten seit der Fertigstellung sehr viel Feedback von denjenigen,
die die Panolution bisher sahen. Doch es
gibt immer noch ein Teil, daß uns bei der Panolution nicht
gefällt. Die vordere Lampe ist nicht hundertprozentig
passend. Problem ist die Größe. Auf dem Markt gibt
es nur Lampen in den Größen 5 ¾ und 4 ½,
eine mittlere
Größe wäre das beste. Auch sind wir immer noch
auf der Suche nach einer geeigneter Riemenabdeckung. Wir
hoffen, daß hier in den nächsten Wochen fündig
werden. |